Myelodysplastische Syndrome
Das Knochenmark, Ort der Blutbildung, enthält Stammzellen, aus denen bei gesunden Menschen rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) durch Differenzierung und Reifung hervorgehen. Der Körper von Patienten, die an myelodysplastischen Syndromen (MDS) leiden, ist nicht mehr in der Lage, aus diesen Stammzellen vollständig reife und funktionstüchtige Blutzellen zu bilden.
In fortgeschrittenen Stadien dieser Erkrankungen werden immer mehr unreife Blutzellen produziert. Der Blutbildungsprozess ist also nachhaltig gestört und kann bei manchen Patienten zu einem späteren Zeitpunkt auch zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) führen.
Die myelodyplastischen Syndrome treten vor allem in höherem Alter auf und verlaufen von Patient zu Patient unterschiedlich. Daher ist es wichtig, im persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt mehr über den eigenen, ganz individuellen Krankheitszustand zu erfahren.
Regelmäßige Kontrollen des Gesundheitszustandes durch den behandelnden Hämatologen sind notwendig, um die richtige Therapieoption zum bestmöglichen Zeitpunkt anzuwenden. Die Patienten selbst können viel dazu beitragen, um Komplikationen, die mit einem MDS verbunden sein können, zu verhindern, indem sie ihren Lebensstil an die neuen Gegebenheiten anpassen.
Literatur: Myeloproliferative Disorders (MPD), Leukaemia Research Foundation, Great Ormind Street, London, WC1N 3JJ. MDS - Myelodysplastische Syndrome, Informationen für Patienten und Angehörige, Ein Ratgeber der Deutschen Leukämie- und Lymphom-Hilfe e.V., Bonn.
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